
“Warum hungern wir
so nach Anerkennung,
Thomas Fuchs?”
fragte Barbara Bleisch am 14. Juli in Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 den Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg aus Anlass seines neuen Buchs (gemeinsam mit Thomas Armold) über Das unersättliche Selbst.
Denn das narzisstische Subjekt kreise um sich selbst, wie Sie schreiben, aber ohne sich zu finden. Die Suche verharre im Aussen, während das eigene Innere kalt und leer bleibe. Krankhafte Narzissten seien deshalb beziehungsunfähig: Das Gegenüber könne nur dazu dienen, die eigenen inneren Lücken zu stopfen. (…) Narzisstisches Verhalten schade letztlich immer auch dem eigenen Selbstverhältnis.
Und weiter, vierzehn Tage später, fragte Barbara Bleisch:
Was uns innerlich eigentlich nährt …
Wie finde ich aus der Erschöpfung, Thomas Fuchs?
Und über das gleiche Buch, sprach Kathrin Fischer am 15. Juli in ihrem
Podcast “Erschöpfung statt Gelassenheit” mit Thomas Arnold, Assistant Professor am Philosophischen Seminar der Universität Heidelberg, darüber, warum sich Narzissmus nicht bloß als psychologische Störung verstehen lässt, über innere Leere, Selbstwert, Spiegelbilder statt Beziehung und über eine Gesellschaft, die den Mangel nicht nur erzeugt, sondern das Versprechen seiner Kompensation zum Geschäftsmodell macht.
Narzissmuss und Kapitalismus